ETAPPE 12:
Aquila-biasca

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DISTANZ:   24.28 km

ZEIT:   6 St. 48′

HÖHENMETER:   + 651 m / – 1133 m

NR

ZWISCHEN ETAPPEN

LÄNGE (Km)

01

Aquila R E - Largario

1.81

02

Largario - Ponto Valentino

1.70

03

Ponto Valentino - Prugiasco

2.97

04

Prugiasco - Kirche San Carlo

1.00

05

Kirche San Carlo - Leontica E

0.85

06

Leontica - Corzoneso E

2.23

07

Corzoneso - Roccabella

1.06

08

Roccabella - Ludiano R

3.90

09

Ludiano - Burgruinen Serravalle

1.16

10

Burgruinen Serravalle - Semione

0.61

11

Semione - Loderio

3.29

12

Loderio - Biasca Zentrum

2.79

13

Biasca Zentrum - Biasca Bhf.

0.91

TOTAL:

24.28

Beim Überqueren der Brücke im unteren Dorfteil von Aquila, sehen wir rechterhand Überreste eines römischen Brückekopfes (Ponte Romano). Nach dem ersten kurzen Aufstieg nach Largario, haben wir einen herrlichen Ausblick auf die vor uns liegende Talebene des Blenio-Tals welches wir in kürze durchqueren werden. Linkerhand, d.h. auf der anderen Talseite, das Rheinwaldhorn, Adula in italienisch, der höchste Berg des Kantons Tessin. In Prugiasco beginnt dann der etwas steile Anstieg hinauf zur Kirche San Carlo. (Wer diesen steilen Anstieg umgehen möchte, geht weiter auf der Strasse in Richtung Acquarossa.) Diese Kirche aus dem 11. Jahrhundert war bis 1610 St.Ambrogio (St.Ambrosius), geweiht. San Carlo liegt zwar geschichtlich gesehen nicht an der Via Francisca, sondern am alten Säumerpfad vom Gotthardpass und der Leventina über den Narapass nach Bellinzona. Da aber San Carlo in Negrentino so interessant ist, sicher einer der Höhepunkte zwischen Konstanz und Rom, führt unser Weg hier vorbei. Auch ist der Ort bekannt als einer der Kraftorte in der Schweiz. Nach unserem Abstieg geht es wieder in unmittelbarer Ufernähe dem Brenno entlang. Wir treffen auf die Kapelle eines ehemaligen «Humiliaten Hospizes», von 1270, oder sogar noch älter, das als Raststätte Reisende beherbergte, die via Lukmanier oder via Gotthard unterwegs waren. Ein paar Kilometer weiter kommen wir zu den Ruinen der Burg von «Serravalle» aus dem 9. und 10. Jahrhundert. Nun geht’s durch den untersten Talboden des Bleniotales, bevor wir nach Biasca gelangen. Hier sehenswert die Kirche Santi Pietro e Paulo, XI – XII Jahrhundert. Von hier führt ein Pfad bzw. ein Kreuzweg, zur Kapelle von Santa Petronilla. Interessant ist hier der Bach mit Wasserfällen, die sich unterhalb der Kapelle kreuzen. Gleich unterhalb der Bahnhof von Biasca. Auch hier in Biasca begegnen wir wiederum, zum dritten Mal, auf einen offiziellen Jakobsweg Zubringer. Dies ist der Weg der von Madonna del Sasso/Locarno via den Gotthardpass zum Vierwaldstättersee führt und sich dort mit dem Hauptweg, der Nr.4, vereint. Wir aber pilgern auf der nächsten Etappe ab Biasca weiter Richtung Süden gemeinsam aber in Gegenrichtung auf dem Wander/Pilgerweg bis wir uns ein paar Kilometer nach Bellinzona wieder trennen.

Via Tal/ ohne Aufstieg SanCarlo 21.2 km
Bei der Bushaltestelle nehmen wir die kurze Treppe gleich neben dem Lebensmittelgeschäft und dann die Strasse hinunter bis wir nach 600 m wieder einmal den Brenno überqueren.
Rechterhand die Überreste einer römischen Brücke.
Auf der Hauptstrasse 350 m, dann verlassen wir diese rechts und gehen den Saumpfad hinauf nach Largario.
Auf der Zubringerstrasse geht es nun bergab bis wir wieder auf die Hauptstrasse treffen und diese überqueren.
Weiter auf dem gegenüberliegenden Pfad hinunter, über eine Brücke, und nach 600 m befinden wir uns in Ponto Valentino, wenig unterhalb der Pfarrkirche.
Weiter bergab, teilweise auf Pfaden, dann wieder kleinen Strässchen, überqueren wir diese kleine Talebene, bis wir am deren Ende den Ort Prugiasco erreichen.
!!! Hier müssen wir uns entscheiden: Haben wir den Schlüssel für die Kirche San Carlo di Negrentino, und oder gehen wir gerne 40 Minuten steil bergauf, dann ist dies der originellere und schönere Weg.
Ansonsten bleiben wir unten im Tal und begeben uns via Acquarossa-Comprovasco – Stallaccia nach Roccabella, wo wir dann wieder mit dem Originalweg zusammentreffen.
Hier der weitere Wegbeschrieb via San Carlo di Negrentino.
Auf dem Säumerpfad geht es bergan bis wir nach 1 km diese Kirche erreichen.
Über eine moderne Brücke gelange wir zum Ort Leontica.
900 m.
Wir folgen der Strasse nach Süden bis zur Häuseransammlung von Campiroi, 1.1 km.
Hier rechts, fast 180 Grad.
Nun geht es immer bergab.
Nach 1.2 km sind wir in Corzoneso, und weiter rechts an der Kirche vorbei, wieder etwas steil bergab, und wir gelangen zu den paar Häusern von Roccabella, bzw.
Corzonese Piano wie es auch genannt wird, 1.05 km.
Wir folgen nun der Beschilderung nach rechts, zur Kapelle San Remigio, 850 m.
Hier führt nun der Weg immer direkt dem Brenno entlang.
Der erste Teil, bis zu einem ehemaligen Kloster, ist sehr gut ausgebaut.
Anschliessend etwas schmal und steinig, dann wieder sehr gut bis wir nach 2.25 km zu einer Strasse gelangen.
Nach 200 m verlassen wir diese wieder nach rechts, und auf einem Pfad geht es hinauf nach Ludiano.
Nach 500 m, beim Grotto Milani, geht es auf dem Strässchen bergab.
Nach 450 m überqueren wir eine Strasse, und weiter über Pfade gelangen wir nach 650 m zu den Überresten des Schlosses Serravalle.
An den Mauerresten und der Kapelle vorbei kommen wir nach 350 m zu einem Bauernhof.
Nun geht es auf einem sehr schönen Pfad, leicht unterhalb des Ortes Semione durch Rebberge, bis wir nach 1.5 km einen kleinen Bach erreichen.
Diesem folgen wir nun zuerst, und dann immer in Flussnähe, meistens im Wald, bis wir nach 2.5 km auf einer Strassenbrücke zum letzten mal denn Brenno überqueren.
Hier überqueren wir auch gleich die Lukmanierstrasse.
Auf einem asphaltierten Weg gelangen wir zu den ersten Häusern unseres Tageszieles, Biasca.
Noch 1.25 km auf der Strasse bzw.
Gehsteig, und wir befinden uns im Ortszentrum.
Nach weiteren 800 m sind wir beim Bahnhof angelangt.

Variante: Der historische Wegverlauf führte mit Sicherheit dem Tal entlang, von Prugiasco via Comprovasco nach Roccabella, ohne grossen Höhenunterschiede. 

Vom Autor empfohlen: Der Weg hinauf ist zwar etwas anstrengend, 40 Minuten und 260 Höhenmeter, um zur Kirche zu gelangen. Aber, es ist sicher ein kultureller Höhepunkt auf dem ganzen Weg zwischen Konstanz und Rom.

Wer nicht schon in Biasca übernachten möchte und noch fit für ein paar weitere km ist, geht von Biasca nach Osogna. Man sollte sich aber vorher erkundigen wegen der Übernachtungsmöglichkeit. Der Weg ist 1.3 km kürzer als der offizielle Weg und trifft beim ehemaligen Bahnhof von Osogna-Cresciano wieder auf den original Weg.